Neues bei KaffeeService24

 

> Podcast vom 12.11.12 anhören <           

Hessische Gründerpreise verliehen

Montag, den 12. November 2012 um 20:11 Uhr

Hessischer Gründerpreis 2012 Hessischer Gründerpreis 2012
Hessischer Gründerpreis 2012 Hessischer Gründerpreis 2012

 Offenbach. Neun Unternehmen aus verschiedenen Landesteilen sind am Montag mit dem Hessischen Gründerpreis 2012 ausgezeichnet worden. Die Preisträger hätten "Verantwortung übernommen, an sich geglaubt und vor allem mutig die Initiative ergriffen", sagte Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) laut Vorabmitteilung am Abend bei der Vergabe der Ehrungen in Offenbach.

Ausgezeichnet wurden in der Kategorie "Mutige Gründung" Monika Huft von "Gastronomie mit Herz", Hatzfeld, Andreas Röll und Mike Weichardt von "KaffeeService24", Dreieich, sowie Selma Yasdut von "SEY Organic Jeans", Hainburg.
In der Kategorie "Geschaffene Arbeitsplätze" gingen die Preise an Claudia Bauer von "Haus am Wald", Battenberg-Laisa, Thomas Franke von "Malerbetrieb Franke GmbH und Co. KG", Bad Arolsen sowie Andreas Maile und Marc Tecklenburg von "Repair Management GmbH", Offenbach.

 

09. November 2012

Gründerpreis Der Kaffee-Macher

 Von Roland Bunzenthal

Andreas Röll sorgt für heißen Kaffee im Betrieb.  Foto: Privat

Finalist beim Hessischen Gründerpreis:

Andreas Röll versorgt Firmen mit professionellen Kaffeevollautomaten und Kaffeespezialitäten.

Dreieich – „Es ist ein Wunder, dass Sie uns gefunden haben“, säuselt die Stimme vom Band am Telefon, während der Kunde auf den Gesprächspartner wartet. Andreas Röll kokettiert auf diese Weise etwas mit seiner anfänglichen Rolle als Neuling in der Servicebranche. Dabei hat der ehemalige Kfz-Mechaniker bereits 1500 Kunden in seiner Kartei stehen. Ob Büro, Privatwohnung, Gastronomie oder Arztpraxis – jeder freut sich, wenn aus der Sprechanlage am Eingang der Satz zu hören ist: „Der Kaffee ist fertig“. Aber Rölls Firma Kaffeeservice24 liefert nicht nur Deutschlands beliebtestes Getränk und die dazu gehörenden Automaten. Sie bietet auch das komplette Zubehör wie Milch und Gebäck, Tee und Schokolade, kurz alles, was zu einer Frühstückspause gehört. Aber ebenso für einmalige Gelegenheiten stehen die beiden Kaffeemänner bereit: Röll (37) und sein Partner Mike Weichardt (41) beliefern mit ihrem Service zum Beispiel Betriebs-, Vereins- und Familienfeiern. Als Röll und sein Partner 2007 starteten, lehnten die Banken jegliche Unterstützung ab, weil sie nicht an den Erfolg dieser Geschäftsidee glaubten. Für die beiden zuvor arbeitslosen Jung-Unternehmer barg der Start in die ungewisse Service-Zukunft jedenfalls ein großes finanzielles Risiko. Dass die Kaffeetrinker in Hessen ihr Konzept dann so schnell und begeistert annehmen würden, überraschte sie selbst am meisten. „Wir haben die Skepsis der Banken widerlegt“, freut sich Röll im Rückblick. Heute betreut Kaffeeservice24 Kunden im Umkreis von rund 100 Kilometern um Frankfurt. Von Dreieich aus liefern die beiden Gründer zusammen mit vier angestellten Vollzeitkräften und vier Minijobbern das vom Kunden gewünschte und auf dessen Bedürfnisse zugeschnittene Programm. Dabei erfüllen die Dienstleister spezielle Wünsche wie Bio-Kaffee, fair gehandelte Produkte und Bohnen aus bestimmten Regionen sowie auch Eigenmarken. Je nach Art und Umfang kostet ein Service-Paket von 60 bis 70 Euro an aufwärts. Es umfasst Miete und Wartung des Kaffeeautomaten. „Wir liefern alles aus einer Hand“ , betont Röll und fügt an: „Das ist eben das Besondere an Kaffeservice24“. Eine gute Idee, etwas Mut zum Risiko und ein Quäntchen Glück, das mache den Erfolg aus. Auch die Jury des Hessischen Gründerpreises sieht das so. Andreas Röll ist einer von neun Finalisten für diese Auszeichnung – nominiert in der Kategorie „Mutige Gründung“. Andreas Röll sei aus gesundheitlichen Gründen arbeitslos geworden und habe sich dann selbstständig gemacht, sagt Bernd Curtius vom Initiativkreis Hessische Gründertage. „Er ist außerordentlich erfolgreich.“

Andreas Röll und Mike Weichardt, Gründer von KaffeeService24 aus Offenbach

Wer sich für die Bestellung bei KaffeeService24 entschieden hat, braucht nicht mehr das Büro zu verlassen, um Kaffee, Milch, Zucker, Tee, Gebäck oder Filtertüten zu besorgen. Kunden werden regelmäßig, pünktlich und automatisch versorgt. Die Wartung und Entkalkung der Profi-Kaffeemaschine findet regelmäßig statt und wird von Fachpersonal durchgeführt.

Seit 2005 beliefert KaffeeService24 seine Kunden, damals gerade mal zwei Hand voll. In einem kleinen Büro, mit hohen Rechnungen und keiner Zeit für Urlaub starteten die Gründer die Kundenakquise. Drei Jahre später war die Zielgruppe längst viel größer. Nicht mehr nur Büros, sondern auch Gastronomien, Messen und sogar Privatleute wollten nicht mehr auf den Kaffee und Service der Gründer verzichten. Der gelernte Kfz-Mechaniker Andreas Röll kümmert sich um das Technische und die Logistik bei KaffeeService24, während Mike Weichardt sich auf den Verkauf, das Marketing und die Finanzen konzentriert.

 

                 Dreieicher Firma Kaffeeservice24 steht im Finale des Hessischen Gründerpreises

Sorglos-Paket rund um braune Bohnen


Sprendlingen
- Andreas Röll und Mike Weichardt verfolgen eine richtig gute Idee. Das haben sie jetzt auch schriftlich. Ihre Sprendlinger Firma KaffeeService24 ist eins von neun Unternehmen, das im Finale des Hessischen Gründerpreises 2012 steht. Von Cora Werwitzke

© cor

Die Werkstatt ist sein Reich: Andreas Röll kümmert sich um den technischen Part bei KaffeeService24. Auf seinem „Operationstisch“ landen regelmäßig Kaffeemaschinen. Dabei fußt ihre Geschäftsidee eigentlich auf einer simplen Statistik: Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen – noch vor Wasser und Bier. Kein Wunder also, dass die beiden Geschäftsführer mit ihrem Kaffee-Fullservice für Büros, Gastronomie und Messen auf stetigem Wachstumskurs sind. Ob er selbst Kaffee trinkt? Andreas Röll schmunzelt – „wenig bis gar nicht“, sagt der Dreieicher. Das hindert den 37-Jährigen nicht daran, mit „Kaffee auf gehobenem Gastro-Niveau“, wie er sagt, seine Brötchen zu verdienen. Ein Team aus vier Mitarbeitern und vier Mini-Jobbern betreut im Moment rund 1500 Geschäftskunden. „Bei uns gibt es alles aus einer Hand“, erläutert Röll das Erfolgsrezept. „Von der Kaffeelieferung inklusive Milch und Zucker über die Automatenvermietung bis zur Reparatur u. Wartung.“ Im Umkreis von rund 100 Kilometern sind die Sprendlinger mehrmals wöchentlich im Auftrag tausender Büro-Kaffeetrinker unterwegs. Über den Online-Shop agieren sie inzwischen auch bundesweit.

„Das ist alles erlernbar“

Angefangen hat alles eine Nummer kleiner. 2005 belieferte Kaffeeservice24 zwei Hand voll Kunden. Das Büro war klein, die Telefonrechnung hoch, Urlaub kein Thema. „Damals war natürlich Akquise unsere Hauptbeschäftigung“, sagt Röll. 2008 nahm das Geschäft dann Fahrt auf. Die Sprendlinger übernahmen eine kleine Firma, die auf technischen Service spezialisiert war, und setzten zunehmend auf Vollautomaten. Ihre Zielgruppe erweiterten sie von Büro auf Gastronomie, Messen und mitunter auch Privatleute. „Inzwischen kommt es zum Beispiel immer mal vor, dass jemand für eine Hochzeit einen Vollautomaten mietet“, sagt Röll Die Werkstatt im deutlich erweiterten Betrieb ist sein Terrain. Der gelernte Kfz-Mechaniker kümmert sich um den technischen Part und die Logistik. Weichardt ist bei Verkauf, Marketing und Finanzen federführend. Ein gebrauchter Vollautomat liegt gerade auf Rölls „Operationstisch“. Vom Auto zum Automaten sei es gar nicht so weit, sagt er. „Das ist alles erlernbar.“ In den benachbarten Lagerräumen stapeln sich palettenweise Kaffeepackungen und Milchtüten. Aus Kartons lugen Brühmaschinen, in etlichen Schubladen schlummern Ersatzteile. Rölls Blick wandert über die Regale. „Langsam wird’s hier eng“, sagt er. Sorgen macht ihm das nicht: „Wir können noch Lagerfläche anmieten.“ Die Weichen der Sprendlinger stehen weiter auf Wachstum. Wenn die Arbeit Überhand nimmt, stellen sie jemanden ein. „So haben wir es bisher immer gehandhabt“, sagt Röll. Der Hessische Gründerpreis würde sie beflügeln, doch schon die Berufung ins Finale empfinden die Geschäftsführer als Anerkennung. „In der Vorauswahl waren 88 Firmen, jetzt sind es noch neun“, verdeutlicht Röll. Wer das Rennen macht, entscheidet sich am 12. November in Offenbach. Von Dreieich aus heißt’s dann Daumen – oder besser noch Kaffeetassen – drücken.

Stichwort: Kopi Luwak

Vermentierte Kaffeebohnen, durch den Verdauungstrakt der Schleichkatzen (Fleckenmusang), der sogenannte "teuerste Kaffee" der Welt.


Kontakt | Impressum | AGB | Widerrufsrecht | Datenschutz


Parse Time: 0.074s